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Emotionale Intelligenz
Emotionale Intelligenz erfordert Achtsamkeit
Das Schwierigste am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis.
Woody Allen
Im Businessleben muss man knallhart sein und über gut angespitzte Ellbogen verfügen. Diese Überzeugung beginnt langsam auch in der Geschäftswelt aufzuweichen. Immer mehr Unternehmen legen bei der Einstellung ihrer Mitarbeiter großen Wert auf sogenannte „Soft Skills“, also ausgeprägte soziale Kompetenzen. Nicht mehr nur die Fachkompetenz und ein hoher IQ (Intelligenzquotient) sind ausschlaggebend für beruflichen Erfolg, sondern zunehmend die Emotionale Intelligenz.
Was aber versteht man unter "Emotionale Intelligenz"?
Emotionale Intelligenz beschreibt, vereinfacht formuliert, die Fähigkeit, eigene und fremde emotionale Vorgänge wahrzunehmen, richtig zu deuten und das eigene Handeln entsprechend auszurichten.
Viele verschiedene Eigenschaften sind Bestandteil der Emotionalen Intelligenz:
Dazu gehören unter anderem:
- Kommunikationsfähigkeit, also die Kompetenz, verbale und nonverbale (über Körpersprache stattfindender Informationsaustausch) Botschaften umzusetzen;
- teamorientiertes Handeln; Empathie und Einfühlungsvermögen;
- Selbstbewusstsein und Authentizität;
- Kritikfähigkeit;
- gesundes Konflikt- und Stressmanagement;
- Unvoreingenommenheit;
- Respekt und Höflichkeit;
- Integrationsbereitschaft;
- Menschenkenntnis;
- Flexibilität und Kreativität;
- Charakterstärke und die Fähigkeit zur Eigenrepräsentation;
- Glaubwürdigkeit und Loyalität
Sind diese Eigenschaften angeboren oder kann man sie trainieren?
Natürlich haben sowohl Genetik, als auch die Erfahrungen, die unsere Persönlichkeit im Laufe unseres Lebens geprägt haben, einen Einfluss auf unsere „soziale Grundausstattung“. Doch unabhängig davon können wir unsere zwischenmenschlichen Kompetenzen schulen und ausbauen.
Emotionale Intelligenz kann man also erlernen.
Emotionale Intelligenz erfordert ein hohes Maß an Achtsamkeit im Umgang mit den eigenen Gefühlen, Stimmungen und Bedürfnissen und denen seiner Mitmenschen. Was so einfach klingt, verlangt in Wirklichkeit eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Psyche und die bewusste Wahrnehmung eigener emotionaler Vorgänge. Emotionale Intelligenz setzt „Selbst-Bewusstheit“ im wortwörtlichen Sinne voraus: die Kenntnis und der konstruktive Umgang mit persönlichen Stärken und Schwächen.
Wer seine eigenen emotionalen Funktionsweisen durchdrungen hat, kann auch die Stimmungen seiner Mitmenschen besser deuten und konstruktiv darauf eingehen.
Durch diese Form der „Selbst-Erkenntnis“ lernt man, die eigene Wirkung auf andere Menschen einzuschätzen und so erfolgreiche Strategien auf der Basis gesunder sozialer Netzwerke zu entwickeln, die emotionale Intelligenz wächst.
Das Herz hat für so manches seine guten Gründe,
die die Vernunft gar nicht kennt.
Blaise Pascal
Man sieht nur mit dem Herzen gut.
Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
Antoine de Saint – Exupéry










