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Freiheit
„Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen,
wird am Ende beides verlieren.“
Benjamin Franklin
Laut der Definition von Wikipedia wird Freiheit in der Regel als die individuelle Möglichkeit verstanden, ohne Zwang zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können. Der Begriff benennt allgemein einen Zustand der Autonomie eines handelnden Subjekts.
Freiheit ist ein Abstraktum
Freiheit ist aber weitaus mehr als diese Definition erahnen lässt. „Freiheit“ ist ein sehr abstrakter Begriff und Ausgangspunkt vieler philosophischer Betrachtungen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der das Individuum sehr viele Möglichkeiten hat. Innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die der Staat vorgibt, kann jeder tun und lassen was er möchte. Wir können uns entscheiden, wo wir leben, welchen Beruf wir ausüben möchten und mit wem wir zusammen leben.
Auch gesellschaftliche Normen bestimmen die Entscheidungen unseres alltäglichen Lebens in vielfach geringerer Weise als noch vor wenigen Jahrzehnten. In unserer westlichen Gesellschaft sind selbst die finanziell Schwächeren weitestgehend unabhängig. Wir leben in größtmöglicher Freiheit. Oder doch nicht?
Freiheit = Unabhängigkeit
Wenn man den Begriff der Freiheit unter dem Gesichtspunkt der Unabhängigkeit betrachtet, ergeben sich neue Blickwinkel. Denn wirklich unabhängig können sich wohl die wenigsten Menschen nennen. Die konsum- und leistungsorientierte Gesellschaft in der wir leben, verführt nämlich ständig dazu, sich in Abhängigkeiten zu begeben.
Diese Abhängigkeiten können sich zum einen in banalem Suchtverhalten äußern, wie z. B. Zigaretten- und Alkoholkonsum oder Kaufsucht. Abhängig macht uns aber auch unser Absicherungsbedürfnis und unsere hohen Ansprüche: Wir schließen unzählige Verträge ab, Versicherungen gegen jeden denkbaren Schadensfall und nehmen Kredite auf, die wir über Jahre abzahlen müssen.
Aber auch die Abhängigkeit von einem Arbeitsplatz, der unseren Lebensstandard sichert, ist eine Folge des gesellschaftlichen Drucks. Täglich wird von uns gefordert, dass wir funktionieren und uns anpassen, um ja nicht aus dem Schema zu fallen und womöglich zu gesellschaftlichen Außenseitern zu werden.
Funktionieren und dabei möglichst gut und jugendlich aussehen, beruflichen Erfolg haben und gesellschaftliches Ansehen genießen, das sind die Pflichten, mit denen wir uns konfrontiert sehen. Das aber entspricht keiner Definition von Freiheit.
Es liegt also an uns, zu entscheiden, inwieweit wir uns auf dieses Spiel einlassen. Wir können uns bewusst gegen Abhängigkeiten entscheiden. Diese Entscheidung zumindest liegt in unserer Freiheit und Eigenverantwortung.





