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Schönheit

„Schönheit ist ein gar willkommener Gast“
Johann Wolfgang von Goethe

Was ist Schönheit? Ein alter Spruch sagt: „Schönheit liegt im Auge des Betrachters.“ Seit jeher bestehen Schönheitsideale, die allerdings von Zeitalter zu Zeitalter und von Kulturkreis zu Kulturkreis stark variieren. Als schöner Mensch gilt, wer dem aktuellen Schönheitsideal entspricht. Schönheit ist also normiert. In unserer Gesellschaft ist ein Mensch schön, wenn er schlank und sportlich ist, jugendlich wirkt, einen symmetrischen Körperbau, ebenmäßige Gesichtszüge und sonnengebräunte, reine Haut hat. Vor nicht allzu langer Zeit dagegen galt Schlanksein als Zeichen von mangelndem Wohlstand. Üppige, mollige Frauen wurden stattdessen als wunderschön wahrgenommen. Ähnlich bei der Hautfarbe. Ein „schöner“ Mensch war früher von edler Blässe. Braun gebrannt waren dagegen nur die Bauern und andere Berufsstände, deren Arbeitsplatz unter freiem Himmel war.


Doch unabhängig von der Wandelbarkeit des Ideals: Wer schön ist, dem steht die Welt offen, der hat die Möglichkeit über seinen schönen Körper eine nicht unerhebliche soziale Macht auszuüben. Wer schön ist, ist auch erfolgreich, findet leichter Freunde, hat mehr Chancen im Beruf, das haben soziologische Studien erwiesen. Kein Wunder, dass da jeder schön sein will. Da aber ein großer Bevölkerungsanteil der Menschen nicht der bestehenden Norm entsprechen kann, ist Schönheit dieser Auffassung nach ein Privileg, das nur einem kleinen Teil der Menschen zuteil wird.


Doch lohnt es sich wirklich, sich dem Druck eines ständig wandelnden Ideals auszusetzen und den eigenen Körper mit gestrengem Blick nach Unzulänglichkeiten abzusuchen? Sicherlich nicht, doch leider verändert der Blick der Medien auch meist die eigene Sicht auf den Körper. Wir gehen hart mit uns ins Gericht, wenn wir Dellen, Unebenheiten und Fettpölsterchen an uns entdecken. Unzulänglichkeiten werden schnell gefunden, wenn man danach sucht. Wenn wir einmal damit begonnen haben, unzufrieden mit dem eigenen Körper zu sein, fangen wir auch schnell an uns einzuschränken: wir verzichten darauf ins Schwimmbad oder die Sauna zu gehen, wir trauen uns nicht mehr, Kleidung zu tragen die uns gefällt, wir können dem Partner nicht mehr unbefangen unseren Körper zeigen und Sexualität genießen, wir gehen unsicher auf Leute zu.

 
Wie kann man heutzutage denn mit seinem Körper zufrieden sein, wenn er nicht perfekt ist? Zu aller erst mit dieser banalen Formel: lieben Sie Ihren Körper- es ist der Einzige den Sie jemals haben werden. Versöhnen Sie sich mit vermeintlichen Unzulänglichkeiten. Vielleicht sind Sie der einzige Mensch dem Sie auffallen.

 
Ihre eigene Haltung zu sich ist ausschlaggebend dafür, wie andere Menschen Sie wahrnehmen. „Wahre Schönheit kommt von innen“ ist nicht bloß ein Spruch. Verwöhnen Sie sich mit allem, was Ihr Körper braucht. Pflegen Sie sich und nehmen Sie sich Zeit für Ihren Körper. Zahlreiche Wellness-Angebote bieten außerdem Erholung und Regeneration. Daneben gibt es vieles, was wir selber täglich zu einem positiven Körpergefühl beitragen können.

     
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